Berufsbekleidung im Krankenhaus

Die medizinische Berufsbekleidung ist so vielfältig wie die Aufgabengebiete in einem Krankenhaus. Allein bei den verschiedenen Ärzten vom Stationsarzt über den Unfallchirurgen bis hin zum HNO-Arzt hat jeder andere Anforderungen an seine Dienstkleidung.

Neben Ärzten gibt es auch die Krankenpfleger und Krankenschwestern bis hin zur Verwaltung und den Reinigungskräften, die mit  Berufsbekleidung ausgestattet werden müssen.

Unterschied zwischen Arbeitskleidung, Berufsbekleidung, Dienstbekleidung und Schutzkleidung

Generell zählt zur Arbeitskleidung alles, was anstelle der privaten Kleidung getragen wird. Die medizinische Bereichskleidung als Teil der Arbeitskleidung wird nur in bestimmten Bereichen getragen, wie beispielsweise den OP oder die Intensivstation. Die Schutzkleidung gilt als Teil der Bereichskleidung, wie beispielsweise ein Schutzkittel, welcher im OP-Saal getragen wird.

Die medizinische Berufskleidung ist spezifischer als die Arbeitskleidung, denn Berufsbekleidung beschränkt sich auf den jeweiligen Beruf, wie Krankenschwester oder Arzt. Im Gegensatz dazu schreibt bei der Dienstkleidung der Arbeitgeber vor, was der Mitarbeiter explizit zum Dienst zu tragen hat. Auf der Dienstkleidung befindet sich meist das Logo des Krankenhauses, um einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen. Schutzkleidung wird zur alltäglichen Berufskleidung getragen und nimmt eine zusätzliche Schutzfunktion vor Kontamination mit jeglichen Keimen sowie deren Verschleppung ein. Diese Funktionskleidung wird je nach Kontaminationsrisiko getragen.

Was gehört zur Berufsbekleidung für Kliniken?

Mit der textilen Vollversorgung kümmert sich die Wäscherei Waschbär GmbH um das gesamte Wäsche-Sortiment Ihrer Klinik angefangen bei der Berufsbekleidung bis hin zur Stationswäsche.

Für Ärzte

Ärzte sind gut an Ihrem weißen Kittel zu erkenn, der ein Shirt komplett verdecken muss, um vor einem möglichen Infektionsrisiko mit Krankenhauskeimen zu schützen. Je nach Bereich ist die zusätzliche Bereichskleidung anzulegen. Dies ist der Fall, wenn ein Chirurg beispielsweise den OP-Saal betritt. Über den Arztkittel und das Shirt hinaus, tragen Fachärzte meist eine Jeans oder eine Schlupfhose mit rutschfesten Schuhen – wie den Clogs.

Für den OP-Bereich

OP-Kleidung gehört zur Bereichskleidung und wird deswegen nur im OP-Bereich getragen. Weitestgehend besteht die OP-Kleidung aus einer OP-Bundhose – ähnlich wie eine Schlupfhose – über dem Kasack, trägt das Personal ihre persönliche Schutzausrüstung (PSA). Üblicherweise ist Kleidung im OP-Bereich grün, da weiße Kleidung das Licht zu stark reflektiert und grün als eine angenehme Farbe wahrgenommen wird.

Für Krankenpfleger und Krankenschwestern

Krankenpfleger und -schwestern sind meist den ganzen Tag auf den Beinen. Deswegen ist es wichtig, eine komfortable, aber dennoch funktionale Berufskleidung zu haben.

Die Auswahl an medizinischer Oberbekleidung ist groß und kann je nach Krankenhaus variieren. Bevorzugt getragen werden in Krankenhäusern Schlupfkasacks mit V-Ausschnitt, da diese funktionell und zugleich komfortabel sind. Schlupfkasacks sind auf Funktionalität ausgerichtet, denn man kann nicht einfach nur in sie „Hineinschlüpfen“ und sie haben eine angenähte Tasche, in die man Utensilien reinstecken kann.

Möglich sind aber auch Polo-Shirts, T-Shirts oder Sweat-Shirts, die mit dem Logo der Klinik versehen sind. Die Schlupfhose ist eine sehr bequeme Hose mit Gummibund, die komfortabel anliegt. Im Gegensatz zur Jeans.

Medizinische Fachangestellte sollten Berufsschuhe tragen, die rutschfeste Sohlen haben, zugleich Halt geben und hygienisch leicht zu reinigen sind, das es keine Seltenheit ist, dass die Schuhe mit Sekreten in Verbindung kommen. Dementsprechend sollten die Schuhe auch geschlossen sein, um die Füße vor Verletzungen und Flüssigkeiten zu schützen.  

Für die Verwaltung

Einheitliche Kleidung mit einem Poloshirt oder einem T-Shirt mit dem Logo der Klinik bestickt oder gedruckt ist für die Klinikverwaltung üblich, da sie meist den ersten Kontakt zum Patienten darstellen. Möglich ist ebenso eine Bluse oder ein Hemd für den Empfang.

Für die Reinigung und Hauswirtschaft

Für Reinigungskräfte und die Hauswirtschaft eignet sich ebenfalls ein Kasack mit Schlupfhose, ein Berufskleid oder ein Kittel, der Taschen hat, um Kleinigkeiten kurz zu verstauen.

Für Externe

Wenn Handwerker ein Patientenzimmer betreten, sollten diese auch Schutzkleidung tragen, um das Übertragungsrisiko zu vermeiden.

Physiotherapeuten arbeiten meist stationsübergreifend. Deswegen ist hier besondere Vorsicht bei den Textilien zu beachten. Betritt das Krankengymnastikpersonal beispielsweise die Intensivstation muss

Welche rechtlichen Aspekte gilt es zu beachten?

Im Allgemeinen zahlen Arbeitnehmer Ihre Arbeitskleidung selbst, allerdings nur, wenn der Arbeitgeber keine Vorschriften zur Arbeitskleidung macht. In diesem Fall handelt es sich dann um Dienstkleidung, die speziell zum Dienstantritt und nicht im privaten getragen werden kann. Deswegen ist die Dienstkleidung für das Klinikpersonal kostenfrei und wird nicht vom Lohn abgezogen noch muss sie versteuert werden. Da Poloshirts, die mit einem Logo versehen sind, ebenso nicht in der Freizeit getragen werden können, werden diese vom Arbeitgeber gestellt.

Nach § 3 Abs. 3 ArbSchG muss der Arbeitgeber die Kosten für den Arbeitsschutz seiner Beschäftigten tragen. In Kliniken schützt die Schutzkleidung den Krankenpfleger bzw. die Krankenschwester und den Arzt vor einer möglichen Kontamination. Deswegen ist diese zwingend vom Krankenhaus zu stellen.

In Kliniken ist es sinnvoll, dass die Berufskleidung vom Krankenhaus zur Verfügung gestellt wird, da die hygienische Aufbereitung der Kleidung nicht im privaten Haushalt gewährleistet werden kann und auch eine mögliche Weiterverbreitung von krankheitserregenden Keimen möglich ist.

Was muss alles bei der Beschaffung und Reinigung der Kleidung beachtet werden?

Die Auswahl an Anbietern für die medizinische Berufsbekleidung ist groß. Welche Berufskleidung ist die optimalste, funktionalste und modernste für das Personal? Um alle Aspekte unter einen Hut zu bekommen, sollten grundlegende Punkte, wie die richtige Gewebefaser gekoppelt mit der Waschbarkeit bei 60 Grad. Für Berufskleidung im medizinischen Bereich ist darüber hinaus zu beachten, dass diese möglichst komfortabel ist, da die Mitarbeiter den ganzen Tag auf den Beinen sind und sich in ihren Textilien wohlfühlen sollen. Generell sollten die Kasacks aus Hygienegründen keine langen Ärmel haben, da diese sonst bei der Arbeit stören könnten, mit einer Wunde in Kontakt kommen oder Keimüberträger sein können.

Baumwolle als ideale Faser für Ihre Berufsbekleidung

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. rät zu Baumwolle oder einem Mischgewebe bestehend aus Baumwolle und Polyester, da diese Materialien äußerst strapazierfähig – bei 60 Grad waschbar- atmungsaktiv und leicht sind sowie einen kühlenden Effekt haben.

Vorteile mit der Mietberufsbekleidung

Die Mehrzahl der Krankenhäuser nimmt heutzutage einen externen Textil-Service in Anspruch. Vorteil eines textilen Dienstleisters ist, dass er sich um die gesamte Abwicklung von der Bereitstellung der Textilien über die Logistik und Lagerung der Wäsche. Neben der kundeneigenen Wäsche kann die Berufsbekleidung geleast werden.

Der Mietwäsche-Service ist ein Kreislauf. Über die Logistik und hygienische Aufbereitung hinaus wird der Bedarf an Textilien genau ermittelt, Bedarfsspitzen ausgeglichen und – wenn nötig – Textilien ausgetauscht. Dadurch bleiben die Textilien länger erhalten. Lagerkosten, die Kommissionierung als auch zusätzliches Fachpersonal muss nicht berücksichtigt werden. Die Kosten sind klar kalkulierbar, da die Kontrolle der Textilien voll und ganz in der Hand der Wäscherei liegt.

Mehr zur Mietwäsche erfahren Sie hier.

Ihr Ansprechpartner

Henrik Bier
Henrik BierGeschäftsführer
Henrik Bier kümmert sich als Geschäftsführer und Diplombetriebswirt um den reibungslosen Ablauf der Waschbär GmbH




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