Der Deutsche Textilreinigungsverband hat sich in der aktuellen Corona-Situation für die Anerkennung der Systemrelevanz für Wäschereien, unbürokratische Liquiditätshilfen, die Beschleunigung des Wiederhochfahrens der Wirtschaft und die Förderung textiler Mehrweglösungen positioniert. Ein Grund für uns, die zentralen Themen auch von unserer Seite weiterzugeben.

Krankenhauswäsche. Tischwäsche sowie Ober- und Funktions-/Berufskleidung wurden bereits vor Corona-Pandemie hygienisch so aufbereitet, dass Viren, wie das aktuelle Corona-Virus unschädlich wurden. Die professionelle Reinigung von Textilien erfüllt daher einen essenziellen Beitrag zur erfolgreichen Eindämmung und Bekämpfung auch der aktuellen Pandemie.

Aus diesem Grund fordert der Deutsche Textilreinigungsverband:

Systemrelevanz der Hygienedienstleister anerkennen

Das Sozial- und Gesundheitswesen aber auch zahlreiche weitere Wirtschaftszweige sind zwingend auf hygienische Textilien angewiesen. Auf Grund der deutlich gestiegenen Anforderungen an die Hygiene werden künftig in vielen Wirtschaftsbereichen aus Gründen des Arbeits- und Bevölkerungsschutzes noch mehr hygienische Textilien benötigt werden.

Die Textil-Dienstleistungsbranche ist damit ein unverzichtbarer Hygienedienstleister. Wäschereien, Textil Service-Betriebe und Reinigungen können ihre Aufgabe nur erfüllen, wenn ihnen ausreichend Desinfektionsmittel, Schutzausrüstung sowie Zugang zu einer Kindernotbetreuung zur Verfügung steht. Es ist unerlässlich, dass die Betriebe der textilen Dienstleistungsbranche als systemrelevant anerkannt werden.

Wirtschaftliche Aktivitäten hochfahren

Die Maßnahmen für das wirtschaftliche Wiederhochfahren müssen – unter Einhaltung hygienischer Standards – verstärkt, unterstützt und beschleunigt werden. Einzig durch mehr wirtschaftliche Aktivität und erhöhte Nachfrage lassen sich Unternehmensinsolvenzen und weitere wirtschaftliche Unterstützungsmaßnahmen der Politik vermeiden. Das Vorgehen muss länderübergreifend möglichst einheitlich und frei von Willkür ausgestaltet sein.

Liquidität sichern, Belastungen minimieren, Bürokratie abbauen

Maßnahmen zur Liquiditätssicherung werden zwar absehbar sukzessive zurückgeführt werden können. Sie bleiben jedoch, solange Unternehmen und Bereiche unter massiven Corona-bedingten Problemen leiden, unverzichtbar und müssen unbedingt nachjustiert werden. Die Wucht des durch den Stillstand hervorgerufenen Einbruchs wird nach einem Wiederhochfahren noch länger nachwirken.

Dies betrifft insbesondere auch diejenigen Textil-Dienstleister, die das sehr stark betroffene Hotel- und Gaststättengewerbe mit Textilien versorgen. Mit Förderprogrammen sollte flankierend Unterstützung gegeben werden.

In jedem Fall sollten sich die Unternehmen auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Jetzt ist keinesfalls die Zeit für unnötige bürokratische und finanzielle Belastungen. Es bedarf vielmehr substanzieller Entlastungen. Unabdingbar ist daher ein Belastungs- und Regulierungsmoratorium.

Textile Mehrweglösungen fördern

Unter den Gesichtspunkten von Verfügbarkeit, Umweltschutz und Hygiene muss das Kreislaufwirtschaftsmodell des Textil Service Standard werden. Kurze Lieferwege, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit zeichnen die textilen Hygienedienstleister aus. Sie zu stärken ist nicht nur ein Beitrag zur Bekämpfung der aktuellen, sondern zugleich eine Absicherung vor neuen Pandemien.

Ihr Ansprechpartner

Henrik Bier
Geschäftsführer




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